Unerwünschte Nebenwirkungen klassischer Hierarchien

In der Logik klassischer Hierarchien sind die Mitarbeitenden Ausführende der Ideen und Vorgaben, die von oben kommen. In diesem System besteht man daher am besten, wenn man sich möglichst genau auf das einstellt, was die eigene Führungskraft von einem will (das gilt für jede Ebene im Unternehmen).

Die zentrale Frage, um die sich alles dreht, ist demnach:

Was ist das, was meine Führungskraft wollen würde?
Was würde Sie machen?

Der Blick der Menschen in klassisch-hierarchischen Organisationen geht also immer nach oben. Denn die Orientierung am (vermeintlichen) Willen der Führungskraft ist so etwas wie der Überlebensmechanismus in Organisationen.

Statt Situationen selbst einzuschätzen und eigeninitiativ, abgestimmt und situativ sinnvoll zu handeln, wird quasi das gesamte Handeln am „Kontrollsystem“ ausgerichtet:
Mitarbeitende versuchen, aus dem Verhalten Ihrer Führungskraft die für sie relevanten Kontrollkriterien herauszulesen – damit sie es selber „richtig“ machen können. Um gut dazustehen, wird den Mächtigeren nach dem Mund geredet, werden Fehler vertuscht oder anderen zugeschoben.

Das heißt:

Klassische Hierarchien verschwenden jede Menge Energie, machen auf Dauer dumm und nicht selten auch gemein.

Dass Menschen innerhalb eines solchen Kontextes das Risiko eingehen, eigeninitiativ und flexibel mit den täglichen Arbeitsherausforderungen umzugehen, ist sehr gering.